erste Kurzstellungnahme der IG BCE

Langfristige Sicherheit bei der Rente gefordert

Vor dem Treffen der Koalitionsspitzen hat die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie langfristige Sicherheit bei der Rente gefordert.

Die Politik schulde den Bürgern Antworten auf die Fragen der Zukunftssicherung, sagte der Vorsitzende der IG BCE, Vassiliadis, der Deutschen Presse-Agentur. Diese Leistung habe sie bei der Rente bis heute nicht erbracht. Auch die jüngeren Beschäftigten brauchten Sicherheit. Die finanzielle Ausstattung der Kassen sei dank der soliden Wirtschaftslage so gut wie lange nicht mehr.

Nach dem Konzept von Sozialminister Heil soll das Rentenniveau bis 2025 bei mindestens 48 Prozent gehalten werden. Das wurde im Koalitionsvertrag vereinbart. Die SPD dringt darauf, das Rentenniveau auch über 2025 hinaus zu sichern.

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rente

Für das Rentenpaket liegt derzeit ein Referentenentwurf vor (Stand: August 2018). Das Rentenpaket soll Anfang September 2018 im Bundeskabinett beschlossen werden. Nach den Plänen der Bundesregierung soll es mit kleinen Ausnahmen am 1.1.2019 in Kraft treten. Änderungen im parlamentarischen Verfahren sind daher noch möglich und auch wahrscheinlich!

Hier findet ihr eine erste Kurzstellungnahme von uns.

Die Sicherung eines angemessenen Alterseinkommens, das weitgehend in der Lage ist, den Lebensstandard auch im Alter zu halten, ist allein durch die gesetzliche Rentenversicherung kaum zu erreichen. Die IG BCE setzt deswegen nach wie vor auf eine Stärkung der betrieblichen und tariflichen Altersversorgung. Eine Teilnahme-Quote von mehr als 80 Prozent der Beschäftigten (z. B. in der chemischen Industrie) bestätigt unseren Kurs. Aktuell setzen wir uns gegenüber der Politik dafür ein, dass die Doppelverbeitragung auf Betriebsrenten beendet und zum hälftigen Beitragssatz in der Kranken- und Pflegeversicherung zurückgekehrt wird

Viele Menschen sind darauf angewiesen, bis zur Regelaltersgrenze zu arbeiten. Eine möglichst lange Einbindung von Älteren in das Erwerbsleben setzt insbesondere für belastete Arbeitnehmer(innen)gruppen einen Abbau der Belastungen z. B. über Teilzeit voraus. Außerdem wollen viele Arbeitnehmer/-innen ihren Übergang in den Ruhestand möglichst eigenständig gestalten und benötigen dafür flexible und sichere Übergänge in die Rente/den Ruhestand. Die IG BCE setzt sich deshalb weiterhin für Teilrente ab dem 60. Lebensjahr in Verbindung mit Teilzeit ein. 

Es bleibt dabei: die schon im Vorfeld der Kommission von konservativ-liberaler Seite geforderte weitere Erhöhung der Regelaltersgrenze über das 67. Lebensjahr hinaus ist unrealistisch. Für viele Kolleginnen und Kollegen kommt eine weitere Erhöhung der Regelaltersgrenze einer Rentenkürzung gleich. Schon allein deshalb lehnen wir eine weitere Anhebung der Regelaltersgrenze ab.

Das nun aktuell vom Bundesarbeitsministerium vorgelegte Rentenpaket ist aus unserer Sicht in seinen Grundzügen sowie wesentlichen Teilen zu begrüßen. Es findet sowohl im DGB als auch bei den Mitgliedsgewerkschaften insgesamt große Zustimmung.

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