Tarifrunde Chemie 2018

Landesbezirksfrauenausschuss unterstützt Forderungsempfehlung zur Tarifrunde Chemie 18

 

In seiner letzten Sitzung hat sich der Landesbezirksfrauenausschuss für die Forderung der Tarifkommission Rheinland-Pfalz/Saarland zur Chemie Tarifrunde 2018 ausgesprochen.

Neben der Forderung nach einer Entgelterhöhung um 6% und einer annähernden Verdopplung des Urlaubsgeldes, fordert die Tarifkommission die zukunftsorientierte Weiterentwicklung von bestehenden Arbeitsbedingungen, wie beispielsweise in den Bereichen Arbeitszeit und Weiterbildung.

igbce

TRC18

Bei diesen Themen sind aus Sicht der Frauen vor allem folgende Punkte von zentraler Bedeutung:

Vor dem Hintergrund steigender Belastungen, rasant wachsender technologischer Veränderung und dem Wunsch der Beschäftigten nach mehr Zeitsouveränität, fordern die Frauen des LBFA mehr Flexibilität für die Beschäftigten bei der Einteilung ihrer Arbeitszeit. Vor allem soll es in Zukunft möglich sein, die Arbeitszeit für einen befristeten Zeitraum zu verkürzen. Dies soll insbesondere die Vereinbarkeit von Kindererziehung oder Pflege mit dem Beruf verbessern. „Dies muss allerdings Hand in Hand mit der Anpassung des Arbeitsvolumens an die tatsächliche Arbeitszeit gehen“ so Katja Marx vom LBFA. „Ansonsten hilft eine Arbeitszeitreduzierung nicht weiter und der Druck auf die Beschäftigten steigt!“.  

Es soll auch geprüft werden, ob das Rückkehrrecht von Teilzeit auf Vollzeit im Tarifvertrag verankert werden kann, um hier nicht länger auf die Politik warten zu müssen. Klare Regelungen fordern die Frauen für mobiles Arbeiten, welches schon jetzt vielen Beschäftigten eine gewisse Flexibilität im Arbeitsalltag ermöglicht. Allerdings erhöht die ständige Erreichbarkeit auch den Druck auf die Arbeitnehmer*innen. Arbeit, die von Zuhause oder außerhalb der Bürozeiten erledigt wird, muss genauso vergütet werden bzw. durch Freizeit ausgeglichen werden können.

Damit mobiles Arbeitens nicht zu mehr psychischer Belastung führt, sind hier klare Regelungen vonnöten die den Schutz der Arbeitnehmer*innen in den Vordergrund stellen.

Auch Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel waren Bestandteil der Überlegungen des Landesbezirksfrauenausschusses. Für die Frauen ist das Stichwort hier Weiterbildung. Diese soll auch in Teilzeit oder während der Elternzeit möglich sein. Die berufliche Entwicklung muss trotz Kindern oder der Pflege von Angehörigen gewährleistet werden. Noch sind es in den meisten Fällen Frauen, die das betrifft. Arbeitgeber können es sich nicht mehr leisten, diese auf das Abstellgleis zu stellen.

Die regionale Tarifverhandlung für Rheinland-Pfalz/Saarland findet am 20.Juni in Mainz statt. Sie bildet den ersten Aufschlag für die regionalen Verhandlungen. 

Nach oben