Grundrente

IG BCE Rheinland-Pfalz/Saarland begrüßt die Einigung zur Grundrente

Der IG BCE Landesbezirk Rheinland-Pfalz/Saarland begrüßt den hart errungen Kompromiss zur Grundrente. Die einhellige Meinung ist, dass der Prozess der Ausgestaltung sowie konkreten Umsetzung weiterhin positiv und konstruktiv begleitet werden soll. Durch die Einführung der Grundrente zum 1. Januar 2021 werden nahezu 1,5 Millionen Beschäftigte für ihre Lebensleistung gewürdigt – die meisten davon sind Frauen.

Die Betroffenen haben oft jahrzehntelang aus niedrigem Einkommen Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt und erhalten bislang keine Rente, die oberhalb des Grundsicherungsniveaus liegt.

IG BCE, Hauptverwaltung

Grundrente

Dazu sagt Roland Strasser, Vorsitzender der IG BCE im Landesbezirk Rheinland-Pfalz/Saarland: „Es ist eine Frage der Wertschätzung und des Respekts vor der Lebensleistung der Menschen. Niemand darf nach 35 Arbeitsjahren und geringem Einkommen gezwungen sein, im Alter zum Sozialamt zu gehen.“
Zugleich fordert Strasser, dass die große Koalition Rahmenbedingungen schaffen soll, die Tarifverträge zu sichern und zu fördern. „Nur Tarifverträge mit guten Löhnen und betrieblicher Altersvorsorge schützen vor Altersarmut. Wir als IG BCE leisten mit unseren Tarifverträgen einen wichtigen Beitrag.“


Weiterhin hat die große Koalition einen Minimalkonsens zur Entlastung der Betriebsrentnerinnen und –rentner beschlossen. Zukünftig sollen alle, die eine Betriebsrente erhalten, erst ab 155,75 Euro den vollen Krankenversicherungsbeitrag leisten. Das bedeutet für Empfänger/-innen einer Betriebsrente von bis zu 311,50 Euro monatlich (das sind 60 % der Betroffenen) mehr als eine Halbierung ihrer Beiträge. Wer darüber liegt, wird zumindest entlastet.

Roland Strasser: „Die Entlastung ist ein erster wichtiger Schritt, um die Fehlsteuerung der damaligen Regierung von 2004 zu korrigieren und verloren gegangenes Vertrauen in die Politik zurückzuholen. Angesichts der Rekordüberschüsse der gesetzlichen Krankenkassen wäre jetzt der richtige Zeitpunkt gewesen eine komplette Rücknahme der Doppelbelastung der Betriebsrentnerinnen und –rentner umzusetzen. Daher werden wir uns auch weiterhin für die vollständige Abschaffung der Doppelverbeitragung von Betriebsrenten einsetzen.“

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